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Extrablatt
Donnerstag, Februar 12, 2009

Kapitel 12: "Quantenbombe"

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Sonntag, Januar 25, 2009

Kapitel 11: Genf

„Wir sind da!“, hörte Simon vom Fahrersitz und wurde etwas unsanft aus seinem tiefen Schlaf von Gert Bachinski geweckt.
Ziemlich genau 20 Stunden waren sie unterwegs gewesen und hatten die Schweizer Hütte erreicht. Da Simon die GPS Daten der Blockhütte schon seit Jahren im Kopf abgespeichert hatte, war das für einen BMW Sportwagen angemessene Navigationsgerät schnell darauf programmiert, auch wenn das Navi natürlich sofort anzeigte, dass zum eingegebenen Zielpunkt auf den letzten 15 km keine Straßen mehr führten.
Diese letzten Kilometer holperte es dann auch nur noch so über die Forstwege, was Simon aber als ein eher angenehmes, erneutes in den Schlaf wiegen empfand.
Die Hütte sah noch genau so aus, wie Simon sie in Erinnerung hatte, mit dem moosbewachsenen Holzdach und der schiefen Eingangstür, unter der es nachts immer durchzog, wenn man nicht ausreichend Klamotten vor dem Spalt zwischen unterem Türabschluss und nicht weniger geradem Holzdielenboden stapelte.

„Ich geh mir erst einmal die Beine vertreten und telefonieren. Bin gleich wieder da.“, hörte Simon Gert neben sich sagen. Und ehe Simon reagieren konnte, war Gert auch schon aus dem Auto ausgestiegen und entfernte sich ein paar Meter während er das Handy aus seiner Jackentasche kramte und anfing auf dem Tastenfeld herumzutippen.
Die beiden hatten die Fahrt immer abwechselnd in Schichten hinter dem Steuer verbracht und nur wenig miteinander gesprochen. Spannend wurde die Fahrt nur einmal, als Simon erst an der Grenze wieder einfiel, dass er gar keinen Pass mehr hatte. Das Zücken der geklauten Brieftasche von dem armen Rentner, den er nun auf dem Gewissen hatte, hatte allerdings schon gereicht und man winkte sie einfach durch.
Von dem Moment an, als die beiden ins Auto gesprungen waren, bestand ein unausgesprochenes Abkommen zwischen den beiden, dass es zunächst einmal darum ging, schnellstmöglich in die Schweiz zu gelangen und auf der Fahrt Energie zu tanken. Fragen aller Art gab es für beide sicherlich genug, aber die Klärung wollte man noch ein wenig aufschieben. Jetzt war es allerdings soweit und sie hatten noch 2 Stunden Zeit bis David oder seine Mannen hier eintreffen würden, wenn Simon ihn richtig verstanden hatte, denn nochmal angerufen hatte Simon ihn nicht mehr.

Simon legte sich, immer noch im Auto sitzend, einen Schlachtplan zurecht. Viele Dinge müssten in der nächsten 2 Stunden geklärt werden und als erstes wollte er wissen, von wem die Unterlagen über die Higgs-Teilchen Forschung eigentlich kamen. Wer sollte überhaupt Interesse haben, einem Mann wie Bachinski so etwas zu zuschicken und ihn dann anschliessend sogar zu verfolgen?!

Gert kam wieder zum Auto zurück und setzte sich schnaufend wieder hin, während er die Autotür hinter sich zuzog.
„Also?!“ , sagte Gert. „Wie geht’s jetzt weiter?“
„Wir sollten die Hütte und nähere Umgebung kurz inspizieren und uns überlegen, wo der beste Aufenthaltsort für uns in den nächsten 2 Stunden sein wird. Dann erwarten wir aller Voraussicht nach Besuch und zwar hoffentlich von Leuten, die uns wohlgesonnen sind.“ , sagte Simon hoch konzentriert. „Bis dahin sollten wir klären, was uns beide eigentlich in diese Situation gebracht hat und dabei sollten wir vor allem ehrlich miteinander spielen.“
Simon stieg aus dem Auto aus und sah wie Gert es ihm gleich tat.
„Woher haben Sie eigentlich diese Unterlagen ? Wer ist ihr Informant ?“ fragte Simon, die Kladde hochhaltend.
„Die hat mir ein Chef vom Cern zugeschickt.“ , antwortete Gert und als er in ein fragendes Gesicht blickte, ergänzte er: „Nicht was sie denken, keiner der dort was zu sagen hätte, sondern ein Sous Chef. Das ist der Stellvertreter vom Küchenchef oder anders ausgedrückt, nicht mehr als ein Koch.“

9 Kommentare:

  1. Super! Die Fortsetzung ist da :D Und schon sind wir in Genf. Klasse.
    Aber wo sind die versporchenen Auflösungen der Rätsel? Na gut - ein halbes aufgelöst und dafür 3 neue erschaffen. Freue mich schon auf die weitere Fortsetzung... ich ich nun schreibe.

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  2. Tja mit den Rätseln ist das so ne Sache. Einerseits wollte ich Euch natürlich nicht jegliche Arbeit und Spaß nehmen und andererseits war es gar nicht so einfach die Geschichte voranzutreiben, ohne sich nicht in viele Widersächlichkeiten zu verstricken. Musste quasi nochmal alle Kapitel lesen, um nicht zu viele Fehler einzubauen. Mit der Ankunft in Genf und dem Aufdecken der 4. Person müsste ich Dir aber eine halbwegs gute Vorlage fürs nächste Kapitel gegeben haben...
    Wer Fehler in meinem Kapitel findet, darf sie behalten. ;-)

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  3. Ja, du hast mir die Vorlage mit der 4. Person gegeben, aber das Problem ist, dass Bachniski gar nicht der echte Bachinski ist. Der echte ist ja tot aufgefunden worden.
    Hatte also der Koch die Unterlagen noch dem echten Bachinski gegeben? Wer weiß... ich werde es vielleicht aufklären... Einen weiteren möglichen Verlauf hätte ich schon im Kopf. Dein Kapitel ist jedenfalls mal wieder spitze!

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  4. Das mit dem echten oder unechten bachinski konnte ich nicht auflösen, weil ich es gar nicht nachvolziehen kann. Da bin ich näcmlich auf Deine Aufklärung gespannt (von Dir kam ja auch die Idee). Wie soll der Tote Bachinski heissen, wenn er im Haus von Simon gewohnt hat. Den Namen hätte er doch schonmal an Klingel oder Briefkasten gelesen. Gert könnte zwar nicht Gert sein, aber dass der Tote Rentner Gert Bachinski heissen soll und laut David 42 Jahre alt ist, war mir zu schwer um es aufzuklären...

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  5. Nein... der tote Bachinski hat natürlich NICHT im Haus von Simon gewohnt. Es war nicht der Alte! Bachinski wohnte ja im Riemenscheiderweg (s. Kap. 1) und Simon in der Raumerstraße (s. Kap. 7).
    Ich hatte es mir so vorgestellt, dass Bachinski seine Wohnung früh morgens verlassen, das Treffen mit Simon jedoch nie erreicht hat. Er ist ja vormittags tot aufgefunden worden (Kap. 9). Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, dass der Mörder des echten Bachinski dann zum Simon gegangen ist und sich als Bachinski ausgegeben hat... Dieser Hämiker, der Blöde :-D

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  6. Tja - das hatte ich echt nicht begriffen. Dann hast Du in Sachen Aufklärung echt noch was zu tun. Habe ich schon mal erzählt, dass ich nie Krimis lese, weil ich mir die Details nicht merke und somit nicht raffe, warum oder wer der Mörder ist...

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  7. Hey ihr beiden drei!

    Sitze hier den ganzen Tag vorm Rechner und lerne für die drei Prüfungen in den nächsten beiden Tagen. Nebenbei überfliege ich immer eure Kommentare und komm mal gar nicht mit. Ab dem 01.02. bin ich dann wieder auf dem Dampfer und freue mich, mich dann wieder voll reinarbeiten zu können. Ich denke dann bin ich ja schließlich wieder dran :-D

    @Michbö: Du liest nie Krimis weil du kein Durchblick hast, schreibst aber einen? Find ich gut.

    Bis dann
    Paule

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  8. Ja, tatsächlich neige ich dazu auch gute Geschichten quer zu lesen, wenn mich die Sprache nicht fesselt - so z.B. auch Ken Follet oder Andreas Eschbach, die einen starken Inhalt, aber durchschnittliche sprachliche Mittel verwenden. Ein Roman von John von Düffel (Houwelandt)hingegen oder von Hanns-Josef Ortheil (Die große Liebe) lese ich wirklich Wort für Wort. Da es bei Krimis meist nicht auf Sprache ankommt, ertappe ich mich oft dabei Seiten quer zu lesen, was eine Ausbeute von vielleicht 75 % der Infos nach sich zieht. Mitunter ist das aber nicht ausreichend, um zu verstehen, warum ausgerechnet der Gärtner mit Namen Peter der Mörder ist, wenn ich mich kaum an die Erwähnung eines Peters erinnern kann.
    :-)

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  9. "Ja, tatsächlich neige ich dazu auch gute Geschichten quer zu lesen, wenn mich die Sprache nicht fesselt "

    Wie, dich fesselt die Sprache unseres Blogromans nicht? Was bist du denn für einer? Tse, tse..

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