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Extrablatt
Donnerstag, Februar 12, 2009

Kapitel 12: "Quantenbombe"

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Freitag, Oktober 31, 2008

Kapitel 4: Tarnung

Das Wetter war ganz und gar nicht nach Simons Geschmack. Die Erkältung, mit der er sich schon seit Tagen herumplagte wurde langsam zu einer ausgedehnten Grippe. Am Morgen hatte er sich in seiner Redaktion krank gemeldet und verbrachte seitdem seine Zeit damit die Termine für den heutigen Tag zu verlegen. Als Journalist war es nicht immer leicht die genauen Kontaktdaten von seinen Informanten zu erhalten. Oft waren es anonyme Tipps oder Treffen mit Personen unter falschen Namen, die zu viel Angst hatten, dass ihre wahre Identität an den Tag kommen könnte.

Wenn er sich doch die Telefonnummer von diesem Gert Bachinski notiert hätte! Wie gerne würde er das Treffen heute um 14 Uhr absagen. Seine Gedanken kreisten um das Telefonat vom gestrigen Nachmittag. Bachinski war für ihn ein Unbekannter. Zwar hatte er schon des Öfteren Treffen dieser Art vereinbart, doch kam ihm dieser Mann am Telefon äußert suspekt vor. Warum hatte er sich ausgerechnet an ihn gewandt und hielt ihn für vertrauenswürdig? Simons schrieb in seinen Artikeln größtenteils über das Sportgenre – Dopingskandale und illegale Sportwetten.

Gestern, am späten Nachmittag, hatte er noch die angekündigten Unterlagen erhalten, sich dann aber aufgrund von Kopfschmerzen und Fieber direkt mit den Papieren auf den Weg zu seiner Wohnung in Pankow gemacht. Da das Auto als Beförderungsmittel während der Rush-Hour eine einzige Katastrophe war, hatte Simon seinen alten schwarzen Fiesta stehen lassen und den Bus genommen. Einen ersten Blick in die Unterlagen konnte Simon bereits werfen. Dieser ließ ihn sofort erkennen, dass es sich nicht um einen seiner üblichen Artikel handeln würde. Es waren jede Menge Dokumente, Statistiken und Diagramme. Insbesondere die vielen geschwärzten Namen machten ihn stutzig. Wo doch normalerweise es gerade das Ziel seiner Informanten war, andere öffentlich bloßzustellen. Der Inhalt der einzelnen Papiere war bei seiner Gemütsverfassung mehr als verwirrend, so dass er beschloss die Unterlagen erst vor dem Gespräch genauer zu prüfen. In seiner Wohnung angekommen hatte Simon die Unterlagen auf sein Designer-Sofa gelegt, für das er ein ganzes Monatsgehalt hatte zahlen müssen. Er wollte sich wenigstens etwas wie früher fühlen, zu der Zeit, als ihm mehr Geld zur Verfügung stand als er ausgeben konnte.

Das Wetter hatte sich am Morgen immer noch nicht gebessert. Der Wind peitschte mit einer solchen Wucht gegen die Fenster, dass die kalte Luft förmlich durch die ganze Wohnung zu strömen schien. Er musste unbedingt mit seinem Vermieter sprechen. Der Herbst hatte gerade erst begonnen und die Winter in Berlin konnten sehr kalt werden. Nachdem Simon zwei Aspirin eingenommen hatte, fühlte er sich etwas besser und in der Lage, die Unterlagen zur Vorbereitung auf sein Treffen mit Bachinski in ein paar Stunden genauer zu studieren. Es dauerte seine Zeit bis Simon begriff was er dort in seinen Händen hielt. Wenn diese Unterlagen der Wahrheit entsprachen, dann würden sie einen Umbruch für die Physik bedeuten! Die Dokumente waren alle mit einer kleinen Überschrift versehen: Die Kontrolle der Higgs-Teilchen.
Mit einem Mal war Simon hellwach. Woher kannte Bachinski sein ehemaliges Interesse an genau dieser Forschung? Wie war man ihm auf die Schliche gekommen? Hatte er seine Spuren aus der Zeit vor seiner Journalistischen Karriere nicht gut genug verschleiern können? Trotz eines großen Schlucks heißen Tees, durchlief ihn ein eiskalter Schauer. Er brauchte einige Minuten bis er wieder geistesgegenwärtig war. All die Jahre, in denen er eine neue Identität aufgebaut hatte! Ohne Kontakt zu Freunden und seiner Familie. Simon bekam Angst. Was sollte er tun?

Nach einigen Minuten, die Simon wie Stunden vorgekommen waren, wählte er die Nummer seines Kontaktmanns beim CIA. Agent Moore war der Einzige, dem er vertrauen konnte. Der sein Geheimnis, seine ganze Vergangenheit kannte und eigentlich auch der Einzige war, der wusste, wo er sich aufhielt. Es dauerte bis die Telefonverbindung aufgebaut war. „CIA Hauptzentrale, was kann ich für Sie tun?“, meldete sich eine freundliche Stimme in englischer Sprache.
„Meine Kennung lautet Charlie-Victor-Foxtrot-One-Two-Quebec-Echo, bitte verbinden Sie mich!“. Simon hörte nur ein kurzes Klicken und eine vertraute Stimme meldete sich an der anderen Leitung. „ Mein Gott Simon, ein Glück , dass du anrufst. Es ist etwas passiert! Ich habe schon versucht Dich anzurufen. Du musst sofort untertauchen!“.

11 Kommentare:

  1. Na, das wird ja ein wilder Ritt, den wir hier beschreiten.... :-)
    Mal schauen, welchen Erzählstrang ich wieder aufnehme. Bite nicht wundern, ich hab im Post hier und da ein Satzzeichen ergänzt und das "FBI" durch das "CIA" ersetzt, weil beides im Post vorkam. Ausserdem habe ich Gert einheitlich Bachinski genannt.

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  2. Wow! Jede unserer Figuren hat Dreck am stecken! Wie im wahren Leben :-)
    Ich würde im Text noch bisschen was umstellen (s. email). Das Ende ist auf jedem Fall gelungen. Ich stehe auf Cliffhanger!

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  3. So, ich muss mich tatsächlich noch bisschen reinfinden in die ganze Story und ins schreiben, habe noch bisschen gestern Abend und heute morgen an der Story gesessen und noch hier und da was verändert, bitte lest nochmal gründlich nach, da ich doch noch das ein oder andere wichtige Detail geändert hatte, so passt alles bisschen besser zusammen. Der Plot ist aber ungefähr der gleiche geblieben, so dass der Cliffhang und der wilde Ritt immer noch vorhanden sind.
    Ich glaube auch, dass das Schreiben eines Kapitels über die Zeit hinaus immer komplexer sein wird, da man sich nicht 100% an alle Details erinnern werden kann, welche die anderen Autoren einfließen haben lassen. Jedes mal werd ich mir wohl die Story neu durchlesen müssen, bis ich die irgendwann auswendig kann.

    Ok, nun aber fertig, Michbö, viel Spaß! Bin gespannt ob du den Walter, Simon, Gert oder sonst wen aufgreifen wirst!

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  4. Klasse Paule! Das kapitel gefällt mir sehr gut. Ich finde, dass die Modifikationen ihm richtig gut getan haben! Theoretisch kann ich mit meinem ersten kapitel "22,20 €" wieder daran anknüpfen ;-) Muss nur die Namen ändern und einen Halbsatz einfügen :-DD Die Frage ist, ob Simon zu dem Treffen geht oder nicht... Aber das entscheidet ja erat mal die Michbö :-)

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  5. Sehr gutes Kapitel, Paule. Klang gestern hakeliger und liest sich jetzt echt flüssig. Gefällt mir, auch wenn ich noch nicht genau weiss, wie es weitergehen wird. Mal schauen, wahrscheinlich finde ich am Sonntag Zeit dazu.

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  6. Vielleicht entscheidet Michbö dies auch nicht sonder erzählt von Walter, der mir so bisschen vom Charakter her wie Voldmort vorkomme ;-)

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  7. Jetzt hab ich es noch mal gelesen. Finde es immer noch richtig klasse und habe auch schon eine Idee, wie ich daran anknüpfe. Und ich sage Euch - es wird noch mehr abgehen! :-)
    Paule, ich hätte nur eine Bitte: kannst du den Satz:
    „CIA Hauptzentrale, was kann ich für Sie tun?“, meldete sich eine freundliche Stimme...
    erhänzen durch in "...englischer Sprache" oder "...in deutscher Sprache"?

    Beides halte ich für möglich, würde es aber gerne klären.

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  8. Ich glaube von Deiner Idee kannst Du Dich verabschieden, schliesslich bin ich als nächstes dran. Vielleicht schreibe ich als nächstes wie Peter Mustermann schweißgebadet aufwacht und sich die Augen reibt... Jede Nacht abwechselnd diese Träume von einem Journalisten und einem größenwahnsinnigen Wissenschaftler, die ihn völlig übermüdet an seinen Arbeitsplatz als Zugbegeleiter gehen lassen... ;-)

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  9. Okay, ich verabschiede mich somit von all meinen Ideen. :-) Euch ist aber klar, dass von mir noch kein einziger Satz in die Geschichte eingeflossen ist, oder? Ich wollte ja auf einen leichten Krimi hinaus :-)

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  10. Dass Du quasi noch nicht mitgeschrieben hast, hatte ich tatsächlich aus den Augen verloren. Aber so ist es, wenn man seine Lizenzen einfach weiterverleiht...
    Also abwarten. Ich werde im nächsten Kapitel mal ein wenig auf die Bremse treten, damit wir nicht in 2 Wochen schon Weltuntergang haben. Vielleicht lasse ich Walter wie in meinem ersten Kapitel wieder einen Wein trinken und zusammen mit den illustren Gästen ein paar leckere Flaschen leeren. Die Entscheidung, die er zu treffen hatte, war nämlich ob er den 100 Jahre alten Chateauneuf du Pape vor der Weltelite dekantieren sollte, oder ob er einem anderen Wein aus seinem Keller den Vortritt lassen sollte. Spannend wird es herauszufinden, ob Präsident McCain (?!) leicht gallig und korkig schmeckenden sowie an Katzenpipi erinnernden aus Venetien stammenden Amarone gut finden wird. Warten wirs ab.... ;-)

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  11. Paul, ich kann nur Tommes und Michbö zustimmen, Dein Text ist echt klasse!

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