Worum es geht: der Mittvierziger Hank Moody (David Duchovny, Moulder aus Akte X), ein erfolgreicher, aber zeitweilig unproduktiver Schriftsteller, kämpft sich durch den Alltag. Dieser beginnt zumeist im Bett einer fremden Frau und endet im Bett einer (anderen) fremden Frau.Die Sprache ist derb. Jedes fünfte Wort ist fic*en, Schwan* und Vagi**. Zu sehen sind viele nackte Brüste und Hinterteile. Eigentlich verwunderlich, da die Serie aus dem derzeit prüden Amerika kommt. Die Dialoge sind sehr intelligent, clever und smart. Es kommt keine Langeweile auf, auch wenn in der Serie im Grunde "nichts" passiert.
Nebenschauplatz des Hank Moody-Alltags ist seine Ex-Familie, d. h. seine Ex (Natascha McElhone), mit der er nie verheiratet war und seine 14-jährige Tochter Becca, in sich im "interessantesten" Alter der Pubertät befindet. So gibt es für den Vater so manches zu tun. Zwar besteht (nach 4 Folgen) noch eine super Vater-Tochter-Beziehung, doch ahnt man bereits, dass sich zwischen Vater und Tochter was "zusammenbrauen" könnte. Denn Hank begeht einen verhängnisvollen Fehler und schläft in seiner "IchNehmeJede-Lethargie" unwissenderweise mit Beccas besten Freundin Mia, die dummerweise mit 16 Jahren noch minderjährig ist. Und um dem ganzen eine Krone aufzusetzen ist Mia die Tochter des Verlobten seiner Ex. All das passiert bereits in der ersten Folge, so dass ich denke, dass ich an dieser Stelle nicht zu viel verrate. Und, dass daraus eine gewisse Brisanz entsteht, ist ja wohl auch klar.
Zu erwähnen ist vielleicht auch, dass die Serie in den USA äußerst erfolgreich ist und Duchovny dafür einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller erhalten hat.
Mich hat die Serie überzeugt - zumindest so sehr, dass ich bislang weiter geschaut habe und weitere Folgen schauen möchte. Eine Mischung aus Sex and the City, Miami Vice und O.C. California. Trotzdem - es gefällt.
Die erste Folge bekommt 9/10 Punkten, da insbesondere die Einführung der Charaktere sehr gut gelungen ist. Danach seichte 7/10 Punkten, da man irgendwann die Sexgeschichten satt hat, was sich aber später etwas bessert.
Als letztes zu erwähnen ist vielleicht noch, dass dass Hank sein Geld (vorläufig) als Blog-Autor verdient (warum kriegen wir eigentlich kein Geld für unseren Blog?) , eine echt coole Sau und eine interessante Figur ist. Wenn er nicht gerade Sex hat oder bei seiner Ex-Familie ist, fährt er seinen ramponierten Porsche 911 spazieren und meidet das öffentliche Leben so oft er kann. Ein Antiheld. Parties etc. sind ihm ein Grauß, trotzdem schafft er es immer wieder, sich dazu überreden zu lassen - zum Leidwesen der Gastgeber, da Hanks Anwesenheit i. d. R. dazu führt, dass Gäste beleidigt oder verprügelt nach Hause gehen.
In Deutschland soll der Serienstart am 29. September sein. Wegen der "direkten" Ausdrucksweise erst um 22:15 Uhr.
7/10






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