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Extrablatt
Donnerstag, Februar 12, 2009

Kapitel 12: "Quantenbombe"

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Dienstag, November 18, 2008

Kapitel 8: Ungewolltes Wiedersehen

Es war ein wunderschöner Herbsttag als Heather Simpson wie gewöhnlich im Vorgarten an ihren Rosenbeeten arbeitete. Vor Jahren musste sie ihren Job aufgeben, war in einen kleinen Vorort von Milwaukee gezogen und widmete seitdem fast ihre ganze Zeit der Rosenzucht. Die Nachfrage nach ihren wunderschönen Edelrosen mit den ungewöhnlich großen Blüten nahm in einem Tempo zu, welchem Heather beim besten Willen mit ihrer Gartengröße nicht nachkommen konnte. Am einfachsten wäre es einen Teil der nördlich an ihre Grundstück grenzenden landwirtschaftlichen Flächen zu pachten. Dort würde die Erde sicher eine ähnliche Qualität besitzen und zudem müsste sie keine weiten Wege in Kauf nehmen.

Während Heather weiter darüber nachdachte, wie sie von dem Bauer die Flächen bekommen könnte, fuhr ein dunkelblauer Kombi an ihrem Vorgarten vorbei. Obwohl es in dieser Gegend nicht unüblich war ein überdimensioniertes Auto zu fahren, bei dem man den Motor Benzin schon glucksen hören konnte, wenn man das Gaspedal nur schief anguckte, durchschlich Heather Simpson jedoch ein ungutes Gefühl. Sie wusste, dass sie beobachtet wurde. Jedoch ob Freund oder Feind wurde nicht auf den ersten Blick klar. Seitdem sie in diesen idyllischen Vorort gezogen war, hatte sie sich in ihrer Nachbarschaft einen kleinen Freundeskreis aufgebaut, der ihr das Gefühl von Sicherheit und Stabilität gab. Die Menschen wussten, dass sie ihren Mann verloren hatte und nun wieder versuchte, im normalen Alltag zu Recht zu kommen. Sie mochte ihre Nachbarn und war bei den Kindern in der Umgebung sehr beliebt, weil sie immer einige Bonbons für sie in der Tasche hatte. Vor allem aber war sie dankbar, ihrer Vergangenheit jeden Tag ein Stückchen weiter entfliehen zu können.

Das Telefongeräusch riss sie aus ihren Gedanken. Heather legte die Gartenschere beiseite, zog ihre Gartenhandschuhe ab und lief zum Telefon. Als sie auf der Veranda angekommen war, war das Läuten jedoch bereits vorbei. Sie hasste es wenn Leute nicht genügend Geduld besaßen und so schnell wieder auflegten. Es wurde wohl wirklich Zeit, dass sie sich einen Anrufbeantworter besorgt. Die vielen Kunden ließen ihr so ja kaum noch genügend Zeit sich ausreichend um ihre Rosen zu kümmern. Die letzten Kreuzungsversuche waren vollends gescheitert, weil ein Lieferant ihr Haus nicht finden konnte und sie ihm fast den halben Tag am Telefon den Weg erklären musste.

Der Nachmittag war mittlerweile weit vorangeschritten und Heathers bemerkte erst jetzt, dass sie seit dem Morgen nichts mehr gegessen hatte. Sie beschloss sich schnell umzuziehen und einen kleinen Imbiss beim nahe gelegenen Italiener zu bestellen. Eigentlich hatten die McKennsies sie zum Essen eingeladen. Barbara und John waren herzensgute Menschen und so hatte es ihr Leid getan, die Einladung für heute Abend, wegen der vielen Anfragen von interessierten Blumenläden, absagen zu müssen.
Heather bestellte immer das gleiche Nudelgericht und war bei dem kleinen Italiener bestens bekannt. Früher war sie selbst begeisterte Köchin gewesen, doch für sich alleine kochen machte einfach keinen Spaß, so dass die Flyer der unterschiedlichen Lieferservice sowie die Fertiggerichte nach und nach einen immer größeren Platz an und in ihrem Kühlschrank eingenommen hatten.
Kurz nachdem Heather ihr Bestellung abgegeben hatte, klingelte es auch schon an der Tür. Als sie die Tür öffnete konnte sie ihren Augen kaum glauben. Eine vertraute Stimme entgegnete ihr: „Heather, leider ist es so weit. Du musst dich beeilen!“.

4 Kommentare:

  1. Hey Leser, Mitautoren und andere Leute!

    Das Online-Stellen des Kapitels bedarf einiger Stunden Nachlauf, hoffe es ist nicht schlimm, dass es ein paar Stunden "zu spät" kommt.
    Wünsche euch viel Spaß beim lesen und weiterspinnen.

    Schönen Gruß!

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  2. Gutes Kapitel ! Schön geschrieben!
    Wer wohl der Mensch an der Tür ist ? Nach der Überschrift zu urteilen zumindest jemand, den Heather nicht wiedersehen wollte.
    Leider werde ich diese Woche Null Zeit haben und ehrlich gesagt sieht es nächste Woche nicht besser aus. Wäre es möglich mich eine komplette Runde aussetzen zu lassen ? Der berufliche Stress (behördliche Abnahmen und Begehungen vom Bauherrn) sowie der nahende private Hausbau (nächste Woche wird die Grube ausgehoben, Keller noch bis Ende des Jahres fertig) lässt einfach keinen klaren Gedanken zu...

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  3. Ja. Schön geschrieben. Könnte ein neuer Handlungsstrang werden.
    Michbö, wenn du weißt, dass du aussetzen willst, sag bescheid. Dann kann ich schon mal weiterüberlegen.

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  4. Wie oben geschrieben, fänd ich es super, wenn ich aussetze. Dann nehme ich Tommis Angebot an und er übernimmt meinen Part.

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