„Herr Gross, Sie müssen mir unbedingt helfen!“ stammelte Gert in den Hörer, „Ich werde Ihnen innerhalb der nächsten Stunden die nötigen Unterlagen per Fahrradboten zukommen lassen. Das wird wohl der schnellste Weg sein, um Sie vom Wahrheitsgehalt meiner Aussagen zu überzeugen!“. Für einige Sekunden hörte Gert nur ein Hintergrundrauschen im Hörer, dann kam die Antwort: „Na gut, ich schau mir die Unterlagen an und wir treffen uns morgen um zwei Uhr im Cafe Berio in der Nähe des Nollendorfplatzes.“ Gert war erleichtert, dass er Simon Gross überreden konnte. „Abgemacht, ich werde da sein, bis morgen.“
Gert nahm seinen Aktenkoffer, suchte alle wichtigen Seiten heraus und tippte die Telefonnummer des Fahrradkuriers in sein Handy. ´Eigentlich zu gefährlich. Wer weiß, ob Simon Gross persönlich das Schreiben annehmen würde´. Dachte er und fing an, alle Namen und Anschriften zu überschreiben. Er musste auf alle Zufälle vorbereitet sein.
Nur zehn Minuten später, Gert kam es wie eine halbe Ewigkeit vor, stand der Kurier vor der Tür. „Gut, dass Sie endlich da sind! Bitte auf dem schnellsten Wege an diese Adresse!“.
Als einer der Ersten verlies er danach sein Büro, verabschiedete sich von seiner Sekretärin und eilte zum nächsten Taxistand. Sein Gefühl sagte jedoch, dass es ab jetzt kein Zurück mehr gab! Der Stein war ins Rollen gekommen! Dessen war er sich bewusst. „Zum Riemenschneiderweg bitte“, sagte er zum Taxifahrer.
In der Nacht konnte Gert kaum ein Auge zu machen. Schon seit einiger Zeit hatte er den Verdacht, beobachtet zu werden; auch jetzt alleine mit zugezogenen Vorhängen verließ ihn dieses Gefühl nicht. Er schaltete nochmal den Fernseher an und schob eine Tiefkühlpizza in den Ofen. Doch auch das Fernsehprogramm ließ ihn seine Sorgen nicht vergessen. Nicht die Wiederholung von Criminal Minds. Er musste sich vielmehr auf sein Gespräch mit Simon Gross vorbereiten und möglichst ohne größeres Aufsehen am nächsten Morgen seine Wohnung verlassen. Wenn er seinem Gefühl trauen dürfte, dann musste er sich heimlich aus seinem Appartement schleichen, wie es die Leute es sonst in Filmen taten - nur das dies nun die Realität war.
In aller Frühe verließ er vorsichtig seine Wohnung, doch der Einzige, der ihn draußen empfing, war der Kater der freundlichen Nachbarin... So dachte er zumindest.
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Extrablatt
Donnerstag, Februar 12, 2009
Kapitel 12: "Quantenbombe"
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Sonntag, Oktober 19, 2008
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@Paule
AntwortenLöschenSchön geschrieben. Damit lässt sich viel machen!
@alle
Dieses Kapitel ersetzt das frühere Kapitel 1 "22,20 €".