____________________________________________________________________

Extrablatt
Donnerstag, Februar 12, 2009

Kapitel 12: "Quantenbombe"

hier klicken!
____________________________________________________________________

Montag, August 25, 2008

Gelesen: Wer länger lebt, ist später tot - Operation Zombie (Max Brooks)

Als Taschenbuch bei Goldmann im November 2007 erschienen.

Schonmal vorweg: Der Buchtitel ist natürlich Mist und wird dem Inhalt nicht gerecht.
Wenn man diesen "spaßigen" Titel vor Augen hat und auch noch weiß, dass Max Brooks der Sohn von dem Komiker und Regisseur Mel Brooks ist, könnte man eine Satire erwarten.
Aber weit gefehlt: Im Groben ist das Buch eine Sammlung von Interviews und Augenzeugenberichten NACH dem 1. Zombie Weltkrieg. Die Geschichten sind sehr realistisch erzählt und das Buch bleibt dabei immer glaubwürdig (soweit jeder für sich Zombies als glaubwürdig betrachten möchte).
Es wird berichtet, wie es zum Ausbruch der Pandemie führte und wie die Menschen und verschiedenen Gesellschaften weltweit mit den lebenden Toten und auch untereinander umgehen.
Die Maßnahmen und Ideen der einzelnen Regierungen oder Bevölkerungsgruppen bis hin zu den kleinsten Einheiten – seien es Familien oder Einzelgänger ohne gesellschaftliche Bindungen- werden aufgezeigt. Die Panik wird dem Leser dabei sehr realitätsnah vermittelt, ohne aber allzu sehr Splattereffekte einbinden zu müssen. Der Horror entsteht bei jedem Leser im Kopf.

Wenn man bedenkt, dass ich kein Zombie und auch kein Horror-Fan bin, kann man trotzdem sagen, dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe, weil Brooks viele gute Ideen hatte, um verschiedene Szenarios durchzuspielen. Da bleibt bei bestimmten Horrorideen trotzdem ein Schmunzeln nicht aus.
Kostprobe: Ganz Nordkorea versteckt sich vor den Untoten in dem vermeintlich unter halb Nordkorea befindlichen Tunnelsystem und alle 23 Millionen Nordkoreaner bleiben „unter Tage“ auch nach Ende des Zombiekrieges, da sie von dessen Ende nichts wissen. Gesetzt den Fall, es hätten doch 1-2 Infizierte den Weg in die Katakomben geschafft, wäre es schon interessant jetzt mal eine Tür zu öffnen... ;-)

Das Buch hätte durchaus 50 Seiten kürzer sein dürfen, weil sich die Geschichten gegen Ende etwas wiederholen und der amerikanische Hurra-Patriotismus etwas zu ausführlich ist, dennoch würde ich 7 von 10 möglichen Punkten geben und kann das Buch jedem empfehlen, der zumindest ein klein wenig Grusel aushält.
7/10

1 Kommentar:

  1. Ja, der Titel ist echt doof. Wie kommst du eigentlich immer zu solchen Büchern?

    AntwortenLöschen